Technik

Sony startet Video-Plattform mubi

Anzeige

Sony Computer Entertainment hat einen neuen Videostreaming-Dienst für die Spielkonsole PlayStation 3 (PS3) gestartet. "mubi" wendet sich an den Freund des Independent-Kinos und unterscheidet sich damit in der Zielrichtung von dem Video-Store, der überwiegend mit Blockbustern bestückt wird.

Zum Start besteht das Angebot aus gut 400 Independent-Filmen, die teilweise auf Festivals wie "Sundance", "Cannes" oder der Berlinale vorgestellt und ausgezeichnet wurden. Dazu zählen etwa Filme wie "Junikäfer", "The Golden Bowl" oder Clint Eastwoods vierfach oscarprämierter Film "Million Dollar Baby".

Um "mubi" nutzen zu können, muss aus dem Onlinestore ein 20 MByte großes Programm heruntergeladen werden. Der kostenlose Client nistet sich nicht neben Animax und dem DVB-Empfänger PlayTV in der TV-Rubrik in der Benutzeroberfläche ein, sondern steht ab sofort in der Video-Rubrik zur Verfügung. "mubi" ist direkt mit dem Onlinestore verbunden. Um einen kostenpflichtigen Film schauen zu können, kann er direkt erworben werden und steht dann eine Woche lang zur Verfügung. Pro Film werden 3,59 Euro berechnet; Kurzfilme kosten 99 Cent. Für 12,99 Euro können 30 Tage lang beliebig viele Filme geschaut werden.

Die Filme stehen rasch zur Verfügung. Bedient werden sie über ein eigenes Interface, das sich in den Bedienung von den PS3-typischen Konventionen unterscheidet. So lässt sich mit dem Stick nicht spulen oder die Abspielgeschwindigkeit reduzieren. Stattdessen wird per X ein minimalistischer Player aufgerufen, der Pause und langsames Vorwärts- oder Rückwärtsspulen gestattet. "mubi" unterstützt alle offiziellen PS3-Steuergeräte, einschließlich "Move" und der Fernbedienung für die Blu-ray-Wiedergabe.

Um Filme vorwärts spulen zu können, muss sich zunächst der Videopuffer füllen, was recht zügig gelingt. Da viele Filme älter sind und insoweit typisches Bildflackern, Verschmutzungen und andere rasche Bewegtanteile enthalten, ist die Kompression nicht einfach. Bei einem stichprobenartigen Test fielen durchaus einige Schwächen auf, die sich in leichten Artefakten niederschlagen. Erfreulich ist, dass das Seitenverhältnis korrekt skaliert wird. Filme in 4:3 weisen einen breiten schwarzen Balken links und rechts auf, anstatt das Bild etwa oben und unten zu beschneiden. 

Aus den persönlichen Sehgewohnheiten schlägt "mubi" einzelne Filme vor. Ansonsten lässt sich nach Neuheiten, Produktionsland, Genre oder kostenlosen Filmen filtern. PlayStation-Freunde lassen sich zu gemeinsamen Sessions einladen und die obligatorische Facebook-Schnittstelle fehlt ebenfalls nicht. 

Fotoshow

Ähnliche Artikel