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Blu-ray Review: Predator - Ultimate Hunter Edition
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Film:
Eine Routinemission wird zum Horrortrip. Das Spezialkommando unter Major Dutch Schaefer (Arnold Schwarzenegger) soll im mittelamerikanischen Dschungel Geiseln aus den Händen von Guerilleros befreien. Doch die Männer bekommen es nicht nur mit einer Handvoll Rebellen zu tun. In der grünen Hölle lauert ihnen ein Gegner auf, der nicht von dieser Welt ist. Eine Kreatur, die das Töten als reine Lust betrachtet – und Elitesoldaten als willkommene Jagdtrophäen…..
“Predator” ist schon seit Jahren ein Kultfilm und hat schon etliche Derivate (Predator 2, Alien vs. Predator, Predators 2010) nach sich gezogen. Die düster-mysteriöse Atmosphäre im Dschungel funktioniert auch heute noch ganz gut, was “Predator” zu einem zeitlosen Film macht. Mit einem Budget von 15 Mio. US$ konnte der Film weltweit 98 Mio. US$ einspielen. 1988 wurde “Predator” indiziert und konnte dadurch als VHS, Laserdisc, DVD und Blu-ray Disc, bis Mai 2010, nur “unter der dem Ladentisch” verkauft werden. Im Mai 2010 erfolgte eine Neubewertung als FSK 16 und eine Aufhebung der Indizierung…....
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Bild/Video (im Vergleich zu Referenz-BDs): 56%
Bild/Video (Repräsentation des Filmmaterials): 70 %
“Predator” wurde 1987 auf 35 mm Film gedreht. Über das Bild von Predator kann man überall lesen, dass es sehr körnig und rau ist, was an den Drehbedingungen und dem verwendeten Filmstock liegt. Auf den DVD-Versionen konnte man ein recht körniges Bild und eine relativ geringe Verwendung eines Antirauschfilters finden. Die erste Blu-ray-Inkarnation bot, bis auf die leicht höhere Auflösung, ein ähnliches Bild, konnte aber nicht überzeugen, da Fox keine richtige Restaurierung durchgeführt hatte. Im Nachhinein war es aber vielleicht das Beste was man kriegen konnte. Bei der Ankündigung dieser neuen “Ultimate Hunter Edition” konnte man auf US-Seiten etwas von “digital remastered” lesen, was i.A. bedeutet, dass ein altes Master mittels digitaler Tools “verschlimmbessert” wird. Die deutsche Pressemitteilung verspricht: “Zum ersten Mal nach 22 Jahren wird der Kultfilm damit in seiner ungeschnittenen Fassung frei in Deutschland erhältlich sein. Dazu spendiert FOX ein neues HD-Master und jede Menge noch nie gesehenes Bonusmaterial.”. Nach dem Klick auf “Film starten” sieht man das 80er-Jahre-Foxlogo total weichgezeichnet und ohne Struktur. Dass hier ein neues HD-Master vom original Negativ produziert worden ist, ist eher unwahrscheinlich, doch auf Nachfrage hat Fox bestätigt, dass es sich um ein neues HD-Master handelt. Ob dies aber von einer neuen Abtastung von Negativ stammt wurde nicht gesagt. Mit dem Vorspann geht es ähnlich weiter. Hier wurde jegliches Filmkorn weggefiltert (degrained) und die Schrift des Vorspanns betont/geschärft. Beim ersten Zusammentreffen von Carl Weathers und Arnold Schwarzenegger sieht Weathers aus, als ob er durch einen Streufilter oder Seidenstoff gefilmt worden wäre. Dadurch zeigt sein Gesicht keinerlei Poren oder Falten und gleicht einer Wachspuppe, ähnlich wie bei “Der längste Tag“. Der Antirauschfilter hat massive Probleme mit Bewegungen und erzeugt hier ausgefranste, weiche Kanten. Stellenweise ist auch stehendes Rauschen zu erkennen. Im Dschungel, wenn die Kameraschwenks sehr langsam werden, sind die entrauschten Kanten glatter und sauberer und das Bild wirkt aus der Entfernung ein bisschen plastisch und klarer. Damit wirkt das Bild jedoch irgendwie künstlich oder digital, d.h. relativ scharfe Kanten und geringe Details innerhalb dieser Kanten. Diesen Effekt kann man nicht mit dem Bild von z.B. “The Untouchables - Die Unbestechlichen” oder “Charlie staubt Millionen ab - The Italian Job” vergleichen, denn dort war das Bild noch einigermaßen erträglich. Das Bild ist manchmal einen Hauch zu dunkel, ein anderes Mal ist der Schwarzwert schwach und das Schwarz wirkt grau. Die Farb-, Helligkeits- und Kontrastwerte wurden zum recht stark verändert. Vor allem die Szenen in denen Schwarzenegger sich mit Schlamm tarnt, sind jetzt, rein optisch, sinnlos, denn die Helligkeit wurde so stark angehoben, dass man ihn sofort im dunklen Dschungel erkennen kann. Für Filmkornhasser mag diese neue Version eine Verbesserung darstellen, doch das Bild hat nichts mit einer filmähnlichen Reproduktion des Ausgangsmaterials zu tun. Vielleicht bekommt Fox John McTiernan und Don McAlpine bis 2012 dazu einen neuen Transfer des Films zu überwachen um dann die 25th Anniversary Edition zu verkaufen.
Audio: Englisch 78% / Deutsch:69 %
Der Ton von “Predator” kann mit einem Wort beschrieben werden: dumpf. Sowohl den englischen Tonspuren als auch dem deutschen Ton fehlt es an Höhen und Brillanz. Der deutsche Ton erklingt ähnlich wie auf der Special Edition-DVD mit viel “wummerigem”, unkonturiertem Bass und einem selten vollständig umhüllenden Klangfeld. Die Dynamik ist dabei recht durchscnittlich. Bis auf die Schusswechsel ist der Ton recht Mitten-lastig. Der englische Originalmix als Dolby Digital 4.0 ist etwas leiser, aber Klangfeld-technisch nicht schlechter als der deutsche 5.1-Ton. Je nach Subwoofereinstellungen erklingt der deutsche Ton ähnlich oder wuchtiger als der englische 4.0-Ton. Der englische Losslesston in 5.1 DTS HD Master Audio spielt allerdings in einer anderen Liga. Durch den Remix konnten alle Bestandteile in vollem Dynamikumfang eingemischt werden, wodurch dieser Mix deutlich mehr Bandbreite bietet und erheblich aggressiver wirkt. Der Bass ertönt etwas präziser, kann aber seinen 80er-Jahre-Ursprung nicht verstecken, wodurch die Basseinlagen einen leicht dröhnenden Touch haben. Die Räumlichkeit ist deutlich besser als bei den anderen Tonspuren, doch auf dem Niveau des “Top Gun“-Remixes, wo man sich schon mal mit offenem Mund erwischt, liegt der “Predator”-Remix nicht. Aber es gibt einige sehr gute Surroundeffekte zu hören, die zum Teil als Split-Surround-Effekte eingemischt worden sind. Größtes Manko der englischen Tonspur sind die sehr dumpf-klingenden Dialoge.
Extras/Bonusmaterial:
- Audiokommentar von Regisseur John McTiernan
- Textkommentar von Filmhistoriker Eric Lichtenfeld
- Predator: Die Evolution einer Rasse - Jäger mit extremer Perfektion (HD): 11:13 Min.
- Wenn es blutet, kann man es töten: Making-of Predator: 28:47 Min.
- Predator hautnah:
* Geheimaktion: 5:21 Min.
* Arnold im Hintergrund: 4:42 Min.
* “Old Painless”: 3:30 Min.
* Ein Tribut an Kevin Peter Hall: 4:26 Min.
* Tarnung: 4:54 Min.
* Willkommen im Dschungel: 2:40 Min.
* Charakter-Design: 4:41 Min.
- Spezialeffekte:
* “Red Suit”-Spezialeffekte: 0:57 + 0:17 + 0:54 Min.
* Predator Tarneffekte: 0:35 + 1:16 Min.
- Kurze Aufnahmen:
* John McTiernan über das Filmen: 3:05 Min.
* Jesses Ultimatives Ziel: 2:18 Min.
* Stan Winston - Der Pausenclown: 3:02 Min.
* Trink auf keinen Fall das Wasser: 1:58 Min.
- 4 entfallene Szenen & Outtakes:
* Flucht vor dem Predator: 1:43 Min.
* Chamäleon: 0:28 Min.
* Die Konstruktion der Falle: 2:12 Min.
* Den Hügel hinab: 0:56 Min.
- Kinotrailer:
* Predator (HD): 2:11 Min.
* Predator 2: 1:36 Min.
- Fotogalerie
- Profil des Predators: 11 Texttafeln
- Predators – Vorschau (HD): 1:56 Min.
- Alien Quadrilogie Vorschau (HD): 0:22 Min.
- Minority Report (HD): 0:32 Min.
Resümee:
Leider hat man bei der Vorbereitung der Blu-ray Disc von “Predator - Ultimate Hunter Edition” das Bild mittels Antirausch-Software total glattgebügelt. Dadurch wurden einige Details entfernt, wodurch das Bild unnatürlich wirkt. Der Ton klingt insgesamt auch etwas dumpf, wobei der englische Ton wesentlich dynamischer und präziser ertönt. Die Extras sind sehr umfangreich und sehr interessant.
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