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Das Heimkino vor der 3D-Wende
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In diesem Jahr sollen weltweit 4,2 Mio. 3D-fähige Fernseher ausgeliefert werden, ergab ein Report des US-Marktforschungsinstituts iSupply. Diese Zahl soll sich im nächsten Jahr auf 12,9 Mio. Geräte verdreifachen. Ein jährliches Wachstum von 80 Prozent vorausgesetzt, werde die Zahl ausgelieferter Produkte im Jahr 2015 weltweit 78,1 Mio. betragen, prognostizieren die Analysten. Damit das dreidimensionale Heimkino in den nächsten Jahren den Nischenmarkt verlassen kann, müssen jedoch mehrere Herausforderungen gemeistert werden: "Obwohl ein robustes Wachstum der 3D-TV-Verkäufe in den nächsten Jahren gesichert scheint, wird der Massenmarkt solange nicht erreicht werden, bis drei maßgebliche Kriterien erfüllt sind: einheitliche Standards, die Verfügbarkeit von Inhalten und die Interoperabilität der 3D-Brillen", erklärt Riddhi Patel, Chefanalyst für TV-Systeme bei iSupply.
2009 sei zwar der Standard für Blu-ray 3D verabschiedet worden. An mehreren Standards werde aber nach wie vor gewerkelt, sei es HDMI 1.4 für eine Vielfalt von 3D-Formaten, 3D-Brillen oder 3D-Übertragung über Kabelnetze. Auch beim Inhalt selbst gäbe es noch Unwägbarkeiten. Die Konsumenten würden ihre qualitative Messlatte an "Avatar - Aufbruch nach Pandora" aufhängen - für entsprechend beeindruckende 3D-Erlebnisse bedarf es laut iSupply entsprechende Filme. Als weiteren Stolperstein für den Erfolg des 3D-Heimkinos machen die Analysten die Brillen-Frage aus. Diese sind in der Einzelanschaffung recht teuer und neuen Geräten liegen meist nur zwei solcher Geräte bei. Zudem gebe es keine Garantie, dass eine für einen 3D-TV einer bestimmten Marke passende Brille auch mit Fernsehern anderer Marken genutzt werden kann.
iSupply spricht in seinem Report auch gesundheitliche Faktoren an, die in letzter Zeit gehäuft in Zusammenhang mit 3D-Genuss angeführt werden. So habe Samsung Australien die Konsumenten bereits über Risiken wie Schwindel und Orientierungslosigkeit aufgeklärt. Zudem habe ein Forscherteam der Universität Berkeley herausgefunden, dass 3D-Konsum unter Umständen zu Augenbelastung, Müdigkeit und Kopfschmerzen führen könne.

